Nach Kriegsende wurde das zunächst spärliche Konzertwesen mit ehemaligen Mitgliedern des Aschaffenburger Theaterorchesters und Musikern der Schlaraffia Asciburgia, einem kunstsinnigen Verein in Aschaffenburg, wieder aufgenommen.
1968 gründete Josef Zilch, damals noch Studienprofessor in Aschaffenburg, das COLLEGIUM MUSICUM. Die besten Instrumentalisten Aschaffenburgs und seiner Umgebung wurden mit einbezogen. Das erste Konzert fand am 13. Juli 1968 im Treppenhaus des Schlosses Johannisburg statt. Auf diese Weise wurde die lange Tradition der Schlosskonzerte, die durch den Krieg und seine Folgen abgebrochen waren, wiederbelebt.
Das COLLEGIUM MUSICUM war in erster Linie ein Streicherensemble mit einer Besetzung von 12 bis 16 Personen. Bläser kamen bereits beim ersten Konzert hinzu.
Im Jahre 1992 ermöglichte die Anwerbung und Errichtung eines festen Sponsorenkreises eine öffentlich-private Mischfinanzierung, die den Schlosskonzerten eine neue und solide finanzielle Grundlage gab. Darüber hinaus war es nun möglich, regelmäßige Projekte wie den Champagner Musicale und ein Sinfoniekonzert im Stadttheater sowie eine Operngala im Schlosshof zu gestalten.
Seitdem hat sich diese Form des "public-private-partnership" bewährt, und in Zusammenarbeit mit dem jetzigen Kulturamtsleiter Burkard Fleckenstein sowie Prof. Hubert Buchberger, der 2005 die künstlerische Leitung des Orchesters übernommen hat, entwickeln sich vielversprechende neue Konzepte zur Vermittlung klassischer Musik an die BürgerInnen Aschaffenburgs und seiner Umgebung.
Mit dem im November 2004 gegründeten Philharmonischen Verein eröffnet sich zudem die Möglichkeit für jedermann, ideell und finanziell die verschiedenen Kulturprojekte des Collegium Musicum zu unterstützen.